Jetzt ist es wieder soweit, die Zeitumstellung von Sommerzeit auf Winterzeit wird aktiv. Zu Beginn ist es immer verwirrend, da man sich unsicher ist, ob die Uhrzeit eine Stunde vor oder zurück gestellt wird. Wenn man sich aber vorstellt, dass man eine Stunde länger schlafen kann, dann klappt es erstaunlich gut, mit der zeitlichen Anpassung und dem “schweren Jetlag”.

Moderne vs. Tradition

Unsere modernen Gadgets helfen uns enorm dabei und lassen uns keine Chance, selbst darüber nachzudenken! iPhones, Samsung und Co stellen die Zeit automatisch um, man braucht nichts mehr zu tun – alles automatisiert!

Der Einfluss unserer elektronischen Begleiter ist enorm. Unabhängig von der permanenten Überwachungsmöglichkeit, Verhaltenskontrolle und anderen Spionagemöglichkeiten, welche die moderne Welt der Elektronik mit sich bringt, wird unser Aktivitätsprofil verändert. Die körperliche und geistige Flexibilität wird auf ein ungesundes Maß heruntergefahren. Einige Prozesse werden gar ganz abgeschaltet oder Schritt für Schritt “ausgeleitet”.

Ich kann mich noch sehr gut an mein eigenes Kinder- und Jugendtraining erinnern. Bei Wind und Wetter mit dem Rad zum Training, egal ob Sommer oder Winter. Handy gab es nicht und mein Commodore C 128 Computer hat mich nicht wirklich in seinen Bann gezogen. Im Training haben wir uns in vielfältiger Art und Weise bewegt und unsere Grenzen ausgetestet. Das war natürlicher Spaß und echte Spannung. Der Spaß-Spannungsbogen wurde durch REALE Situationen gespannt – eine wundervolle und bewegte Jugend!

Es ist eine Chance

Die “Generation Touchscreen” hat da sicherlich andere Vorlieben und Prioritäten. Die Konsequenzen sind Kurzsichtigkeit, Bewegungsverarmung, Fehlhaltung und Bewegungsinkompetenz.

Sicherlich hat die neue Technologie auch ihr Gutes. Die Dosis macht das Gift! Um dafür ein Beispiel zu nennen: beim Lesen auf dem Smartphone lastet auf der Halswirbelsäule ein Gewicht von über 30 kg! Fehlhaltung ist da vorprogrammiert!

Die neue Technik sollte auch nicht verbannt werden, denn der wohl dosierte Einsatz ist durchaus sinnvoll.
Vielleicht würden neue Potenziale geweckt, wenn die heutigen Kids das Internet oder ihr Smartphone mit ins Training einbeziehen könnten!

Es wäre doch ein Leichtes, die jungen “Nichtwilden” wieder in junge “Wilde” zu verwandeln, indem man sie z.B. auffordert ihren Lieblingstrick im Fußball, das schnellste Konterspiel oder die coolste Freistoß-Variante auf YouTube zu finden und nachzustellen.

Auch das traditionelle Karate Training kann solche modernen Medien einsetzten und “Bunkai-Varianten”, tolle Kumite-Sequenzen oder Athletiktraining zu googlen!
Sicherlich kann es auch spannend werden, wenn Traditionen oder Geschichten rund um den Sport zu erforschen sind!

Es hängt doch immer am Trainer, der mittels seiner eigenen Kreativität und Phantasie Training gestalten kann. Dabei ist es spannend, wenn man neue Medien mit ins Training einbezieht, damit sich keine Trainingsroutine breit macht und alle Beteiligten hoch motiviert werden oder bleiben.

Wie war das jetzt noch mal? Eine Stunde vor oder zurück?

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